Richtigstellung zu „Die Gurke aus dem Hinterhalt“ vom 13.11.2013

Die Anwälte der Ranunkel Gewürzgurken AG, ihres Zeichens regelrechte Realitätsfanatiker haben uns nahegelegt, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

Die Ranunkel Gewürzgurken AG hat zu keiner Zeit ein geheimes Geschäftsfeld betrieben, welches sich mit der Herstellung von lila Designer-Panzern für die Kriegsführung in Karnevalsgebieten beschäftigt.

Weiter entschuldigen wir uns Herrn Dr. Wilfried Stuckmeiser, seines Zeichens Vorstand der Ranunkel Gewürzgurken AG wegen seines chronischen Fiebers, gekoppelt mit einer vorübergehenden Inkontinenz  als „Durchlauferhitzer“ bezeichnet zu haben.

Auch hat er zu keiner Zeit den Bürgermeister veranlasst, einen besonders frechen Busfahrer zu entlassen, weil er der Einzige war, der nicht applaudierte, als Dr. Stuckmeiser den Bus betreten hatte um sich mit seinem Volk fotografieren zu lassen.

Die Behauptung, er hätte seine Arbeit als Ausbeuter niedergelegt, um fortan verrückte Rüben auf einer Farm zu züchten, ist ebenfalls falsch.

Die Passage: „Er ist so geizig, dass es beim ihm nur noch sprechendes Pferd zu essen gibt, da er nicht länger ein Sklave der Einhornfleischindustrie sein möchte. Sprechendes Pferd ist wesentlich billiger, schmeckt aber genauso gut…“ ist stark aus dem Kontext gerissen und lediglich eine böswillige Interpretation unseres stark angetrunkenen Chefredakteurs.

Die FrischGepresst Redaktion entschuldigt sich in aller Form bei Dr. Wilfried Stuckmeiser, sowie der Ranunkel Gewürzgurken AG für dieses Missverständnis.

Bei unserer Leserschaft entschuldigen wir uns dafür, dass wir gezwungen waren, den Original-Artikel zu entfernen.

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Unberühmte Geschwister IX: Frederick van Beethoven

Es ist mir ein persönliches Anliegen, heute wieder einmal über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

Frederick van Beethoven (1768 – 1829) war ein deutscher Komponist und ein Bruder des weitaus berühmteren Ludwig.

Zu Fredericks bekanntesten Kompositionen zählen das Bongo Trommelstück a-Moll WoO 59 „Für Elfriede“, sowie die Vertonung des wenig berühmten Seeräuber-Gedichtes von Erich Schiller: „Ode an die Beute“, geschrieben für den Dudelsack (siehe: Unberühmte Geschwister; Erich Schiller).

Während sich sein berühmter Bruder unter anderem dem Komponieren von Klavierkonzerten widmete, galten Fredericks Werke einem ganz anderen Instrument. Im Mittelpunkt seines Schaffens standen die 64 Sonaten für Triangel die glücklicherweise als verschollen angesehen werden dürfen.

Als leidenschaftlicher Verehrer von Kung-Fu-Romanen lies Frederick sich zu seiner einzigen Oper „Fidelio – Der Drachenkrieger mit der Todeskralle“ inspirieren. Knapp zwei Jahrhunderte später wurde der Stoff von einem von Fredericks Nachfahren, Bruce van Beethoven erneut aufgegriffen.

In den späteren Jahren kreierte Frederick van Beethoven die unvergessenen Werke:

Trio Op 70 Nr 1 D-Dur „ Zweifel im Wald – Abendlied einer Krautjungfer“ für Klavier, Flöte und Rumba-Rassel, der Gräfin Maria Wilhelmine von Pustelkuchen gewidmet (1816).

Die Ouvertüre zu dem Ballet „Der Narr im Nichtspinnerbecken“ c-Moll op. 43, (1818-1819).

Die Kantate „Der große Schnakentanz“ für 4 Singstimmen mit Trillerpfeifenorchester op. 113 (1821).

Der folkloristische Speed-Metal-Trance-Lambada „Schilderung eines Schlafgrantlers“ (1827).

Aus meiner Familienchronik IV

Auch heute möchte ich wieder ein wenig über meine Familie plaudern.

Auf dem Foto das im Jahre 1963 aufgenommen wurde, sehen wir eine entfernte Verwandte namens Edith mit ihren Drillingsmädchen (v. links) Astrid, Dagmar und Untersteh-Dich!!!.

drillinge

Laut Geburtsurkunde hieß das Mädchen zwar Kerstin, doch zahlreiche Eskapaden des kleinen Satansbratens sorgten dafür, dass man sie schon rein prophylaktisch mit den Worten Untersteh-Dich!!! anherrschte und somit erschien dies als Rufname nur konsequent.

Während Dagmar und Astrid guten Gewissens als kleine Englein bezeichnet werden konnten, war die kleine Untersteh-Dich!!! von einem ganz anderen Kaliber. Sie verfeinerte die gute Gemüsesuppe ihrer Mutter mit Schmierseife, färbte Holzi den Nachbarsdackel lila, vertauschte eine Tube Sekundenkleber mit Vatis Fusscreme was diesem den Spitznamen Fusselfuß bescherte und über die von ihr erfundene Sportart Froschball breiten wir gütig den Mantel des Schweigens.

Dabei meinte sie es eigentlich nie böse. Für alles was sie tat hatte sie triftige Gründe. Bei der Schmierseifensuppe dachte sie, man spare sich dadurch das Zähneputzen, Vati beschwerte sich ohnehin immer darüber, dass er seine Socken nicht finden konnte, weshalb der Kleber fortan dafür sorgte, dass sie dort blieben wo sie hingehörten, dem Dackel stand lila einfach besser als braun und Froschball hatte sie sich als Leibesertüchtigungsmaßnahme für faule Amphibien gedacht.

Als das Foto aufgenommen wurde hatte Untersteh-Dich!!! kurz vorher sämtliche Wände des Hauses mit herzhafter Gulaschsuppe umgestaltet. Vorausgegangen war eine Aussage von Mutti Edith, die die Hausarbeit satt hatte und sich dringend einen Tapetenwechsel wünschte, was jedoch von dem Mädchen geringfügig fehlinterpretiert wurde.

Von Wattestäbchen, Supermärkten und Wahnvorstellungen …

Nun muss ich es endlich einmal eingestehen:

Ich, ja ich, verwende hin und wieder gewöhnliche Wattestäbchen um meinen Gehörgang von diesem vermaledeiten Jucken zu befreien.

Zugegeben, man soll das nicht tun, aber es fühlt sich nunmal großartig an. Jedoch kann ich bei der Prozedur des Lauschlappengeprickelterminierens jedem nur empfehlen, nicht auf eine Profi-Ausrüstung zu verzichten.

Bei allzu preiswerten Wattestäbchen vom Wühltisch kann es durchaus passieren, dass sich winzig kleine Mengen an Watte unerlaubt vom Haubtbausch entfernen und im Inneren des Körpers Unheil anrichten. Im günstigsten Fall geraten sie in den normalen Stoffwechsel und kommen auf natürliche Weise wieder zum Vorschein, nämlich durch den Bauchnabel. Im schlimmsten Fall geraten die Flusen aber ins Gehirn und stiften dieses zu Fehlfunktionen an.

In meinem Fall resultierte daraus ein mehrtägiges Fusselfieber bei dem ich mich für den König der Zitrusfrüchte hielt. Ich kann nur jedem davon abraten, sich während eines solchen Zustandes in die Öffentlichkeit zu begeben, geschweige denn in der Obstabteilung eines Supermarktes die Menschen laut dazu auffordern, auf den Verzehr von Fruchtfleisch zu verzichten.

Zusammenfassung: Die Verwendung von qualitativ minderwertigen Wattestäbchen ist böse und endet meist vor dem Haftrichter!