Unberühmte Geschwister III: Nadine Kolumbus

Es ist mir ein persönliches Anliegen, über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

III Nadine Kolumbus wurde 1457 in Genua geboren und unternahm dort für spanische Touristen Entdeckungstouren durch das gesamte Stadtgebiet. Bei dem Versuch, eine Abkürzung vom Europaplatz zu dem indischen Gewürzhändler im asiatischen Viertel zu finden, stieß sie auf den bis dato unbekannten Schnellimbiss eines Indianers namens Sugar. Dieser verkaufte die besten Cheeseburger der Stadt. Durch Nadines Entdeckung erhielt der Laden von diesem Moment an schlagartig großen Zuspruch. Jeder wollte Sugars Cheeseburger. Nach zähen Verhandlungen trat Sugar seine Ladenräume, im Tausch gegen eine Plastiktüte voller Altglas an einige der Touristen ab und überlies ihnen das Cheeseburgergeschäft. Großzügigerweise gestatteten ihm die neuen Besitzer, weiterhin in der Besenkammer im hinteren Teil des Ladens zu wohnen, wo er heute immer noch sitzt, Wasserwanzen jagt und seinen Lebensunterhalt durch den Verkauf von Schnaps und Tabakwaren bestreitet. Nadine Kolumbus selbst, unternahm noch den zweiten Versuch einer Entdeckungstour, da die eigentliche Abkürzung ins Chinesenviertel ja immer noch nicht gefunden war. Dabei geriet sie jedoch in eine Sackgasse und fand nie wieder heraus.

Unberühmte Geschwister II: Horst Einstein

Es ist mir ein persönliches Anliegen, über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

II Horst Einstein wurde 1873 in Ulm geboren und war der sechs Jahre ältere Bruder des berühmten Albert. Zuerst arbeitete Horst als Sachverständiger für Badewannenstöpsel im Patentamt Köln. Durch den großen Erfolg seines Bruders Albert fühlte sich Horst bemüßigt, ebenfalls Physiker zu werden. Horst wollte in allem besser sein als sein Bruder und versuchte permanent, diesen zu übertrumpfen. Wenn Albert einem Journalisten die Zunge herausstreckte, gab Horst einem Journalisten eine Kopfnuss. Wenn Albert den Grundstein für die Erfindung des Lasers legte, schloss sich Horst der dunklen Seite an und erfand den Todesstern. Wenn Albert die Relativitätstheorie erfand, trat Horst ihm ans Schienbein. Horst Einsteins provozierendes Aussehen, seine rebellische Haltung und seine nonkonformistische Weltanschauung, führten letztendlich zur Entwicklung der Anti-Relativitätstheorie. Aus diesen Gründen darf man ihn heute als den Begründer der Punk-Physik betrachten. (siehe hierzu „Raum und Zeit kann mich mal, Alter“ von H. Einstein, erschienen im Rebellenverlag, Berlin 1916)


Unberühmte Geschwister I: Kevin Shakespeare

Es ist mir ein persönliches Anliegen, über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

I Kevin Shakespeare (1571-1620) frönte ebenfalls der Dichtkunst, konnte jedoch zeit seines Lebens nicht an die Erfolge seines Bruders William heranreichen. Insgesamt schrieb Kevin 321 Dramen und Versdichtungen, 7 Nationalhymnen, sowie 76 Rezepte für gekochten Stockfisch. Zu seinen berühmtesten Werken zählen unter anderem „ Eine Sommernachtsgrippe“,„Romeo und Tarantula“, „Macbeth und die Zombiepiraten“, eine dänische Kochtragödie mit dem Titel „Omlett – 2 oder 4 Eier,  das ist hier die Frage“, sowie die Betriebssystemkomödie „Die lustigen Weiber von Windows“.  Die Gunst des Publikums verlor Kevin endgültig, als er eine mehrbändige Sammlung von geschätzt 7400 Sonetten veröffentlichte, die allesamt von seinem Goldfisch Matthew handelten. Danach wollte niemand mehr seine Werke lesen und von da an textete er bis zu seinem Ende nur noch die Warnhinweise auf den Verkehrsschildern in seiner Heimatstadt Stratford. Trotzdem ist die Nachhaltigkeit seines Schaffens bemerkenswert, hat Kevin er doch in seinen Werken so viele Worte und Begriffe geschaffen, die heute immer noch in unserem Sprachgebrauch zu finden sind. Kevin Shakespeare gilt als Schöpfer von Begriffen oder Redewendungen wie „Au Weia!“ oder „Verflucht, die Milch läuft über“. Kevin Shakespeare starb im Jahr 1616 in Stratford und wurde in der Holy Trinity Church beigesetzt. Auf der Steinplatte, die sein Grab markiert, steht folgende Inschrift: „Guter Freund, grabe nicht den Schnargel aus, solange du nicht weißt, warum er verbuddelt wurde“.