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Shakespeare

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Unberühmte Geschwister IX: Frederick van Beethoven

Es ist mir ein persönliches Anliegen, heute wieder einmal über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

Frederick van Beethoven (1768 – 1829) war ein deutscher Komponist und ein Bruder des weitaus berühmteren Ludwig.

Zu Fredericks bekanntesten Kompositionen zählen das Bongo Trommelstück a-Moll WoO 59 „Für Elfriede“, sowie die Vertonung des wenig berühmten Seeräuber-Gedichtes von Erich Schiller: „Ode an die Beute“, geschrieben für den Dudelsack (siehe: Unberühmte Geschwister; Erich Schiller).

Während sich sein berühmter Bruder unter anderem dem Komponieren von Klavierkonzerten widmete, galten Fredericks Werke einem ganz anderen Instrument. Im Mittelpunkt seines Schaffens standen die 64 Sonaten für Triangel die glücklicherweise als verschollen angesehen werden dürfen.

Als leidenschaftlicher Verehrer von Kung-Fu-Romanen lies Frederick sich zu seiner einzigen Oper „Fidelio – Der Drachenkrieger mit der Todeskralle“ inspirieren. Knapp zwei Jahrhunderte später wurde der Stoff von einem von Fredericks Nachfahren, Bruce van Beethoven erneut aufgegriffen.

In den späteren Jahren kreierte Frederick van Beethoven die unvergessenen Werke:

Trio Op 70 Nr 1 D-Dur „ Zweifel im Wald – Abendlied einer Krautjungfer“ für Klavier, Flöte und Rumba-Rassel, der Gräfin Maria Wilhelmine von Pustelkuchen gewidmet (1816).

Die Ouvertüre zu dem Ballet „Der Narr im Nichtspinnerbecken“ c-Moll op. 43, (1818-1819).

Die Kantate „Der große Schnakentanz“ für 4 Singstimmen mit Trillerpfeifenorchester op. 113 (1821).

Der folkloristische Speed-Metal-Trance-Lambada „Schilderung eines Schlafgrantlers“ (1827).

Unberühmte Geschwister VIII: Eduardo Da Vinci

Es ist mir ein persönliches Anliegen, heute wieder einmal über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

Eduardo Da Vinci (17. September 1461 – 4. März 1522) war Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur, Klempner und Bachblütentherapeut.

Wie sein Bruder Leonardo, verbrachte auch Eddie, wie er liebevoll genannt wurde, seine Jugend in Florenz. Schon früh interessierte er sich für Musik, Zeichnen, Modellieren und arrhythmische Sportgymnastik.

Zu Eduardo da Vincis berühmtesten Bildern zählen unter anderem die Madonna mit Radieschen, die Proportionsstudie des Brokkolis, Leda mit dem Schwamm, der letzte Imbiss, sowie das weltberühmte Ölgemälde einer jungen Frau namens „Anis Malo“ deren Besonderheit unter anderem darin besteht, dass egal von wo aus man das Bild betrachtet, das Fräulein darauf immer wegschaut. Außerdem portraitierte er den heiligen Agnatius wie er in Florenz das alljährliche Molchrennen segnete.

Im Jahre 1483 verdiente Eduardo seine Brötchen als Architekt der Familie Medici. In den kommenden Jahren baute er einen Marmorpalast, zahllose Brunnen, mehrere Kapellen, ein Gefängnis, einen Sumpf, sowie acht öffentliche Bedürfnisanstalten. Da alle seine Bauwerke eine äußerst deformierte Architektur aufwiesen, und / oder nach kurzer Zeit bereits wieder einstürzten, wurde er fortan von allen „Eduardo Da Windschief“ gerufen.

Als Ingenieur war Eduardo ein Pionier und seiner Zeit weit voraus. Vielleicht ein wenig zu weit. Zu seinen berühmtesten Ingenieursarbeiten zählten unter anderem das Babyphon, der Autoscooter, das Gerät das beim Zahnarzt den Speichel absaugt, sowie den elektrischen Eierkocher. Da alle diese Apparaturen jedoch weit vor der Entdeckung der Elektrizität erfolgten, konnte niemand etwas damit anfangen.

Noch heute gilt Eduardo Da Vinci als einzigartiger Mensch, der sein Leben der Kunst und den Stimmungsschwankungen gewidmet hat und dessen Werke auch in ferner Zukunft nicht in Unvergessenheit geraten.

Unberühmte Geschwister VII: Ottmar Presley

Es ist mir ein persönliches Anliegen, heute wieder einmal über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

Ottmar Presley wurde 1930 in Tulepo, Mississippi geboren. Sehr zum Missfallen seiner Eltern liebte es Ottmar, seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Elvis die Haare mit Klebstoff zu frisieren, so dass dieser sein Leben lang mit einer abstehenden Tolle gekennzeichnet war. Daraufhin wurde Ottmar zur Adoption freigegeben und landete bei Familie Kiesewetter im Allgäu.

Im Allgäu führte Ottmar ein weitestgehend normales Leben, doch 1949 verstarb er bei einem Burger-Wettessen an der Truckerraststätte „Memmingen West“ bei dem Versuch, sein Eigengewicht an Bacon-Burgern zu verputzen.

Kurioserweise muss sein Tod als Auftakt seiner Karriere angesehen werden. Da ihm nicht bewusst war, dass er gerade verstarb und sich noch unter den Lebenden wähnte, fing er an, seine eigene Musik zu schreiben. Seine ersten Auftritte absolvierte er mit seiner Band „Pepe und die panischen Pelikane“, doch damit war er nicht besonders erfolgreich. Danach arbeitete er ausschließlich als Solokünstler und das mit Erfolg. Durch seinen kehlig-rauen Gesang, die flotten Rhythmen und sein gespenstisches Äußeres gilt er als Begründer des Schock‘ n‘ Roll. In dieser Zeit schrieb er seine größten Hits wie Haunted Dog, All Schock Up, Slaughterhouse Rock und viele mehr. Vom Erfolg verwöhnt, entwickelte er eine starke Obsession auf Tretroller und kaufte wöchentlich mehr als einhundert Stück davon. Später trat er als Schauspieler in über 17 Filmen auf, die allesamt Literaturverfilmungen von erfolgreichen Teppichbodenmusterbüchern waren.

Seine Karriere erfuhr ein jähes Ende, als ein sich in der Raststätte befindlicher Arzt, Ottmar reanimierte und ihn zurück zu den Lebenden holte. Da seine Werke somit nie veröffentlicht wurden, wird sich der geneigte Leser nun fragen,  wie ich an dieses Wissen gelangen konnte, doch unglücklicherweise kann ich die Identität der schrulligen, kleinen Dame die Kontakt in die Geisterwelt hat, nicht preisgeben.

Unberühmte Geschwister VI: Hellblau

Es ist mir ein persönliches Anliegen, über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

VI Hellblau (4,6 Mrd. Jahre v. Chr.) ist der oft belächelte jüngere Bruder von Blau. In der frühen Entstehungsgeschichte der Erde verbreitete sich die Meinung, dass Hellblau der größere Erfolg beschieden sein wird, da es sich ja schließlich um die Farbe des Himmels handelte, doch Dank eines Outsourcings erhielt Himmelblau eine eigene Position und von da an musste sich Hellblau sein Geld überwiegend als Baby- und Kindermodefarbe verdienen, was eine sehr ungeliebte Position darstellt, da man hierbei in enger Kooperation mit dem arroganten und äußerst zickigen Rosa arbeiten muss. Vielversprechende Stellenangebote wie die Markierungsfarbe des Kaltwasserhahns oder die ungesunde Färbung eines Auges nach einer Schlägerei gingen letztendlich an den Bruder Blau, weil man Hellblau für nicht kräftig genug hielt. Aus Verzweiflung nahm Hellblau daraufhin eine Stelle als Hautfarbe bei einer Zeichentrickserie an, in der kleine singende Kobolde mit weissen Mützen, oberkörperfrei in Pilzen wohnen.

Unberühmte Geschwister V: Frauke Freud

Es ist mir ein persönliches Anliegen, über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

V Frauke Freud wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg, Mähren geboren und ist, was den meisten unbekannt sein dürfte, die eineiige Zwillingsschwester des berühmten, österreichischen Arztes und Tiefenpsychologen Sigmund Freud. Äußerlich, ihrem Bruder absolut ähnlich, hielten die Menschen in ihrem Umfeld sie meistens für Sigmund, was der Umstand, dass Frauke von Natur aus über einen starken Bartwuchs verfügte, nur noch begünstigte. Wie heute bekannt ist, muss man Frauke Freud und nicht Sigmund als Begründer der modernen Psychoanalyse ansehen. Während Frauke das Strukturmodell der Psyche des Menschen, bestehend aus dem Es, dem Ich und dem Über-Ich entwickelte, hatte Sigmund oder Schlomo, wie Frauke ihn liebevoll nannte, meist nur Unsinn im Kopf und verdiente sich das Geld für seine Zigarrenabhängigkeit als Traumdeuter in einem Kuriositätenkabinett auf dem Wiener Prater. Da man Frauke den Zugang zu den elitären Kreisen verwehrt hätte, gab sie sich häufig für ihren Bruder aus, um in seinem Namen ihre Arbeiten veröffentlichen zu können. Doch nicht jede dieser Veröffentlichungen war brillant, weswegen es zuweilen heftige Kritiken hagelte. Zur Ehrenrettung Frauke Freuds muss erwähnt werden, dass einige ihrer fragwürdigeren Theorien ihrem Bruder zuzuschreiben sind, da sie sich bei Unpässlichkeiten hin und wieder gezwungen sah, sich durch ihn in der Öffentlichkeit vertreten zu lassen und Sigmund, der sich Texte schlecht merken konnte, anfing zu improvisieren (Siehe „Frau Mutter, ich liebe Sie! – Der Ödipuskomplex unter der Lupe“, Studienausgabe, F. Freud, Elektraverlag Wien 1924) Bis heute spricht man in diesem Zusammenhang auch von einem Freud‘schen Versprecher.

Unberühmte Geschwister IV: Paco Picasso

Es ist mir ein persönliches Anliegen, über jene zu berichten, die permanent im Schatten von jemand Anderem stehen. Es handelt sich um die Geschwister von berühmten Persönlichkeiten.

IV Paco Picasso (1886 – 1976) war ein spanischer Maler, Bildhauer und Hausmeister. Während sein Bruder Pablo in der blauen Periode seinen eigenen Stil begründete, malte Paco in seiner violetten Periode hauptsächlich Bilder von entzündeten Schleimhäuten. Pacos größter Erfolg war das Bild „Anmutige Wildpferde bei überfrierender Nässe“ das er sich aus der Reihe >Malen nach Zahlen< gekauft hatte und während des sechsjährigen Schaffensprozesses kein einziges Mal über die Linie malte. Das Motiv eines Opossums auf blauem Grund, das sich selbst mit einem Repetiergewehr in die Pfote schießt, wurde im Jahr 1949 von Paco für den Pariser Weltfriedenskongress entworfen. Zu seiner großen Verärgerung wurde es abgelehnt. Stattdessen gab man dem Entwurf der Friedenstaube seines Bruders Pablo den Vorzug, was seitdem weltweit als Friedenssymbol gilt, ausser im Hause Picasso. Pacos bildhauerische Fähigkeiten blieben ebenfalls erfolglos. Seine Plastik „Lachendes Meerschweinchen“, das er komplett aus den Materialien gemischtes Hackfleisch und Pfeifenreiniger anfertigte, wurde von Kritikern verpönt und ist bis zum heutigen Tag lediglich auf Kindergeburtstagen ein großer Renner. Zu Paco Picassos bekannteren Werken gehören das präparadontistische Gemälde „max. Aufzugslast: 230 kg“ (1908) und das monumentale Symptoma (1936), eine künstlerische Umsetzung der Reaktion eines Allergikers auf die Haare einer französischen Bulldogge im Thunfischsalat. Viele von Paco Picassos Werken hängen heute in den Sanitärbereichen des Pariser Louvre.