Von Wattestäbchen, Supermärkten und Wahnvorstellungen …

Nun muss ich es endlich einmal eingestehen:

Ich, ja ich, verwende hin und wieder gewöhnliche Wattestäbchen um meinen Gehörgang von diesem vermaledeiten Jucken zu befreien.

Zugegeben, man soll das nicht tun, aber es fühlt sich nunmal großartig an. Jedoch kann ich bei der Prozedur des Lauschlappengeprickelterminierens jedem nur empfehlen, nicht auf eine Profi-Ausrüstung zu verzichten.

Bei allzu preiswerten Wattestäbchen vom Wühltisch kann es durchaus passieren, dass sich winzig kleine Mengen an Watte unerlaubt vom Haubtbausch entfernen und im Inneren des Körpers Unheil anrichten. Im günstigsten Fall geraten sie in den normalen Stoffwechsel und kommen auf natürliche Weise wieder zum Vorschein, nämlich durch den Bauchnabel. Im schlimmsten Fall geraten die Flusen aber ins Gehirn und stiften dieses zu Fehlfunktionen an.

In meinem Fall resultierte daraus ein mehrtägiges Fusselfieber bei dem ich mich für den König der Zitrusfrüchte hielt. Ich kann nur jedem davon abraten, sich während eines solchen Zustandes in die Öffentlichkeit zu begeben, geschweige denn in der Obstabteilung eines Supermarktes die Menschen laut dazu auffordern, auf den Verzehr von Fruchtfleisch zu verzichten.

Zusammenfassung: Die Verwendung von qualitativ minderwertigen Wattestäbchen ist böse und endet meist vor dem Haftrichter!

Von Selbstversuchen, Kokosnüssen und Schuhlöffeln …

Heute habe ich im Namen der Wissenschaft einen sehr gefährlichen Selbstversuch gewagt.

Aus den Einzelteilen eines Waffeleisens, einem elektrischen Korkenzieher, einer Personenwaage, einer Linkshändergitarre, sowie einem Schuhlöffel, ist es mir gelungen, einen Denkmaschinenhelm zu bauen, der eine unterschiedliche Temperatur in meinen beiden Gehirnhälften erzeugt.

Diese Apparatur ermöglicht es mir nun, zu hören was Kokosnüsse über Damenrugby denken. Leider bin ich nicht befugt dies hier öffentlich kundzutun, doch ich bin gerne bereit, dies jedem Interessierten persönlich ins Ohr zu flüstern.

Von Chaos, Täuschung und boshaften Insekten …

Heute möchte ich Sie, werter Leser ich über eine gefährliche, blutrünstige Bestie aufklären. Es gibt auf diesem Planeten ein Lebewesen, das so grauenvoll, widerwärtig und ekelhaft, ja regelrecht abscheulich ist, dass alleine der bloße Gedanke daran zu töten vermag. Die Rede ist vom gemeinen Schmetterling.

Der Schmetterling ist ein Virtuose der Täuschung. Kam es Ihnen denn nie ominös vor, dass ein solch hässliches Ding wie eine kleine, miese, haarige Raupe urplötzlich verschwindet und kurz danach als wunderschönes Geschöpf voller Leichtigkeit und Eleganz wieder auftaucht?

Sicher kennt jeder den Effekt, dass in komplexen, nichtlinearen, dynamischen Systemen eine große Empfindlichkeit auf kleine Abweichungen in den Anfangsbedingungen besteht. Nicht ohne Grund wird dieser gemeinhin als Schmetterlingseffekt bezeichnet. Doch genau wie bei der lächerlichen Hypothese, Nacktmulle könnten nicht sprechen oder fliegen, irrt die Wissenschaft auch hier. In Wahrheit ist der Schmetterling nicht durch eine zufällige Anordnung von aufeinanderfolgenden Ereignissen dafür verantwortlich, dass nach einem seiner Flügelschläge etwas weiter entfernt ein Orkan entsteht. Er tut dies sehr direkt und in voller böswilliger Absicht. Der Schmetterling liebt Chaos und Naturkatastrophen, weshalb er von Eingeweihten „Zerschmetterling“ genannt wird.

Die größte Gräueltat der Schmetterlinge wird in der Geschichte als Mythologie verschleiert. Sie bestand darin, die im Mittelalter lebenden und völlig harmlosen Drachen für die schändlichen Untaten der Schmetterlinge verantwortlich zu machen. Die alten Völker glaubten diese Narretei und die daraus resultierenden Folgen sind wohl bekannt. Dereinst war der letzte Drache aufgespürt und zu Unrecht vernichtet worden, während ein Schmetterling scheinbar unbeteiligt und leise kichernd daneben schwebte.

Schmetterlinge sind das pure Böse, deshalb rufe ich hier zur Vorsicht auf. Fallen Sie nicht auf diese Biester herein. Halten Sie die Fenster geschlossen und verlassen Sie Ihre Häuser nur noch, wenn Medikamente oder Trinkwasser knapp werden. Das Militär wurde von mir bereits verständigt.