Warum es gelegentlich etwas länger dauert…

Lieber Leser

Ich bin ein großer Freund des entschleunigten Schreibens. Da ein guter Text, ähnlich wie ein guter Wein, eine gewisse Zeit der Reife benötigt, sind mir moderne und ihres Zeichens schnelle Kommunikationsmittel sehr zuwider.  Daher habe ich eine besonders gemächliche Form der Textübermittlung entwickelt.

Zuallererst erdenke ich jedes, für den fertigen Text benötigte Wort. Das sind meist eine ganze Menge und zu diesem Zeitpunkt noch unsortiert. Diese lasse ich dann von Herrn Vogel auswendig lernen. Herr Vogel ist ein Gelbhauben-Kakadu und mein Nachbar.

Wurde der Vorgang des Memorierens zufriedenstellend abgeschlossen, begibt sich Herr Vogel auf eine ausgedehnte Zufahrt nach Borkum. Tierschützer mögen sich darüber nun echauffieren, doch ihnen sei versichert: Herr Vogel hat ein eigenes Abteil, ausreichend Sonnenblumenkerne und liebt obendrein die Eisenbahn.

In Borkum angekommen, begibt sich Herr Vogel zum Diktat auf das Postamt. Dort wird jedes Wort auf ein eigenes Stück Papier notiert und die einzelnen Fragmente per Telefax an den Puzzleverein Heringsdorf e.V. übermittelt, welcher diese sogleich zum späteren Text zusammensetzt.

Das vollendete Wortpuzzle wird mit einem fabrikneuen Fotoapparat aus dem Jahre 1902 abgelichtet. Der Film wird per Anhalter and die bekannten Ravensburger Bummellux Werke zum Entwickeln entsandt.

Zu diesem Zeitpunkt macht sich ein Potsdamer Fahrradkurier auf den Weg nach Ravensburg, um pünktlich, eine Woche später die entwickelte Fotografie in Empfang nehmen zu können.

Eine weitere Woche später wurde der Abzug dann von einem anderen, aus Nordhessen stammenden Fahrradkurier auch schon nach Oldenburg gebracht, wo er von einem meiner Assistenten mittels einer original Erika Modell 40 Reiseschreibmaschine zu Papier gebracht wird.

Dieses Zettel wird dann per Postkutsche an das Internet geschickt.

Die weiteren Vorgänge sind digitaler Natur und entziehen sich daher meiner Kenntnis.

Hierfür bitte ich um Entschuldigung.

Durchbruch für Kunstmuffel

Allen Lesern, die öfter unfreiwillig in Museen geschleift werden und denen beim Anblick von Gemälden, Skulpturen oder Installationen schlecht wird, empfehle ich meine selbst entwickelte, aufsetzbare Kunstabzugshaube.

Aus aktuellem Anlass: Von der Weltherrschaft und neuen Fußballregeln …

Da ich in Kürze die Weltherrschaft an mich reißen werde, ist es an der Zeit, jenes Sportereignis, welches mich so unsäglich langweilt, um ein paar neue Regeln zu ergänzen. Die Rede ist von Fußball. Das vollständige, überarbeitete Regelwerk ist ab jetzt einsehbar in meinem neuen Büro auf dem Eifelturm. Hier nun vorab ein kleiner Auszug daraus:

Künftig werden wenigstens 4 und maximal 8 Mannschaften auf dem Platz spielen. Damit man Gegner und Mannschaftskameraden nicht mehr so leicht unterscheiden kann, tragen sämtliche Spieler die gleichen Trikots. Jeder Spieler muss während des Spiels ungefähr 30 Euro in Münzen mitführen da durch das Spielfeld eine mautpflichtige Strasse führt. Das Spielfeld wird seine rechteckige Form verlieren und künftig komplett rund sein. Die 12 neuen Tore werden automatisch im Kreis um das Spielfeld herum fahren.

Jeder Torwart hat das Recht, sein Tor zu schützen. Mögliche Varianten sind, Löcher graben, ein Gebüsch pflanzen, das Tor zumauern, es als Telefonzelle tarnen oder es mit frischer Pasta zuhängen. Diejenige Mannschaft, die den besten Krautsalat macht, darf anfangen. Die Spieler sind in der Wahl der Waffen völlig frei. Einzig verboten sind Handfeuerwaffen und Wackelpudding. Ferner ist es dem Spieler erlaubt, ein Tier seiner Wahl in das Spiel mit einzubeziehen. Bis auf das Preiselbeerhörnchen gibt es da keine Einschränkungen.

Ab der zweiten Halbzeit verkleidet sich der Schiedsrichter als Linienrichter, der Linienrichter als Platzwart und der Stadionsprecher als Frischmilch. Versäumt es ein Spieler, den Schiedsrichter mit „Eure Eiligkeit“ anzusprechen, wird er für 20 Minuten vom Platz gestellt und muss an der Seitenlinie die Hemden des Linienrichters bügeln. Nähert sich der ballbesitzende Spieler dem gegnerischen Tor, so muss er rufen „Bürsten, frische Bürsten“. Gelingt es ihm, den Ball in das Tor zu spielen, bevor der Torwart „Herein, wenn’s kein Schneider ist“ ruft, so wird das Tor gewertet. Andernfalls muss der Ball im Elfmeterraum gesprengt werden und der Spieler wird ausgesandt um einen neuen Ball zu kaufen. In der 90. Minute werden dann alle vorher geschossenen Tore für ungültig erklärt. Die Siegerermittlung erfolgt danach per Briefwahl.

Richtigstellung zu „Die Gurke aus dem Hinterhalt“ vom 13.11.2013

Die Anwälte der Ranunkel Gewürzgurken AG, ihres Zeichens regelrechte Realitätsfanatiker haben uns nahegelegt, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

Die Ranunkel Gewürzgurken AG hat zu keiner Zeit ein geheimes Geschäftsfeld betrieben, welches sich mit der Herstellung von lila Designer-Panzern für die Kriegsführung in Karnevalsgebieten beschäftigt.

Weiter entschuldigen wir uns Herrn Dr. Wilfried Stuckmeiser, seines Zeichens Vorstand der Ranunkel Gewürzgurken AG wegen seines chronischen Fiebers, gekoppelt mit einer vorübergehenden Inkontinenz  als „Durchlauferhitzer“ bezeichnet zu haben.

Auch hat er zu keiner Zeit den Bürgermeister veranlasst, einen besonders frechen Busfahrer zu entlassen, weil er der Einzige war, der nicht applaudierte, als Dr. Stuckmeiser den Bus betreten hatte um sich mit seinem Volk fotografieren zu lassen.

Die Behauptung, er hätte seine Arbeit als Ausbeuter niedergelegt, um fortan verrückte Rüben auf einer Farm zu züchten, ist ebenfalls falsch.

Die Passage: „Er ist so geizig, dass es beim ihm nur noch sprechendes Pferd zu essen gibt, da er nicht länger ein Sklave der Einhornfleischindustrie sein möchte. Sprechendes Pferd ist wesentlich billiger, schmeckt aber genauso gut…“ ist stark aus dem Kontext gerissen und lediglich eine böswillige Interpretation unseres stark angetrunkenen Chefredakteurs.

Die FrischGepresst Redaktion entschuldigt sich in aller Form bei Dr. Wilfried Stuckmeiser, sowie der Ranunkel Gewürzgurken AG für dieses Missverständnis.

Bei unserer Leserschaft entschuldigen wir uns dafür, dass wir gezwungen waren, den Original-Artikel zu entfernen.

Von Spinnen und Badezimmern …

Als ich heute morgen ins Bad ging, entdeckte ich dort eine riesengroße Spinne.

Ich tat, was getan werden musste.
Ich entschuldigte mich bei ihr für mein Hereinplatzen und
wartete draußen bis sie fertig war.

FrischGepresst Event

Am Samstag gebe ich in der Buchhandlung Kawuppke & Söhne eine große Autogrammstunde. Ich werde über künftige Projekte sprechen und all eure
mitgebrachten Bücher signieren.

Um 9:00 Uhr geht es los und endet, wenn mich die Wachmänner erwischen.

Von Wattestäbchen, Supermärkten und Wahnvorstellungen …

Nun muss ich es endlich einmal eingestehen:

Ich, ja ich, verwende hin und wieder gewöhnliche Wattestäbchen um meinen Gehörgang von diesem vermaledeiten Jucken zu befreien.

Zugegeben, man soll das nicht tun, aber es fühlt sich nunmal großartig an. Jedoch kann ich bei der Prozedur des Lauschlappengeprickelterminierens jedem nur empfehlen, nicht auf eine Profi-Ausrüstung zu verzichten.

Bei allzu preiswerten Wattestäbchen vom Wühltisch kann es durchaus passieren, dass sich winzig kleine Mengen an Watte unerlaubt vom Haubtbausch entfernen und im Inneren des Körpers Unheil anrichten. Im günstigsten Fall geraten sie in den normalen Stoffwechsel und kommen auf natürliche Weise wieder zum Vorschein, nämlich durch den Bauchnabel. Im schlimmsten Fall geraten die Flusen aber ins Gehirn und stiften dieses zu Fehlfunktionen an.

In meinem Fall resultierte daraus ein mehrtägiges Fusselfieber bei dem ich mich für den König der Zitrusfrüchte hielt. Ich kann nur jedem davon abraten, sich während eines solchen Zustandes in die Öffentlichkeit zu begeben, geschweige denn in der Obstabteilung eines Supermarktes die Menschen laut dazu auffordern, auf den Verzehr von Fruchtfleisch zu verzichten.

Zusammenfassung: Die Verwendung von qualitativ minderwertigen Wattestäbchen ist böse und endet meist vor dem Haftrichter!