Aus aktuellem Anlass: Von der Weltherrschaft und neuen Fußballregeln …

Da ich in Kürze die Weltherrschaft an mich reißen werde, ist es an der Zeit, jenes Sportereignis, welches mich so unsäglich langweilt, um ein paar neue Regeln zu ergänzen. Die Rede ist von Fußball. Das vollständige, überarbeitete Regelwerk ist ab jetzt einsehbar in meinem neuen Büro auf dem Eifelturm. Hier nun vorab ein kleiner Auszug daraus:

Künftig werden wenigstens 4 und maximal 8 Mannschaften auf dem Platz spielen. Damit man Gegner und Mannschaftskameraden nicht mehr so leicht unterscheiden kann, tragen sämtliche Spieler die gleichen Trikots. Jeder Spieler muss während des Spiels ungefähr 30 Euro in Münzen mitführen da durch das Spielfeld eine mautpflichtige Strasse führt. Das Spielfeld wird seine rechteckige Form verlieren und künftig komplett rund sein. Die 12 neuen Tore werden automatisch im Kreis um das Spielfeld herum fahren.

Jeder Torwart hat das Recht, sein Tor zu schützen. Mögliche Varianten sind, Löcher graben, ein Gebüsch pflanzen, das Tor zumauern, es als Telefonzelle tarnen oder es mit frischer Pasta zuhängen. Diejenige Mannschaft, die den besten Krautsalat macht, darf anfangen. Die Spieler sind in der Wahl der Waffen völlig frei. Einzig verboten sind Handfeuerwaffen und Wackelpudding. Ferner ist es dem Spieler erlaubt, ein Tier seiner Wahl in das Spiel mit einzubeziehen. Bis auf das Preiselbeerhörnchen gibt es da keine Einschränkungen.

Ab der zweiten Halbzeit verkleidet sich der Schiedsrichter als Linienrichter, der Linienrichter als Platzwart und der Stadionsprecher als Frischmilch. Versäumt es ein Spieler, den Schiedsrichter mit „Eure Eiligkeit“ anzusprechen, wird er für 20 Minuten vom Platz gestellt und muss an der Seitenlinie die Hemden des Linienrichters bügeln. Nähert sich der ballbesitzende Spieler dem gegnerischen Tor, so muss er rufen „Bürsten, frische Bürsten“. Gelingt es ihm, den Ball in das Tor zu spielen, bevor der Torwart „Herein, wenn’s kein Schneider ist“ ruft, so wird das Tor gewertet. Andernfalls muss der Ball im Elfmeterraum gesprengt werden und der Spieler wird ausgesandt um einen neuen Ball zu kaufen. In der 90. Minute werden dann alle vorher geschossenen Tore für ungültig erklärt. Die Siegerermittlung erfolgt danach per Briefwahl.

Prinz Eduard, der Wecker und ich

Seit kurzem führe ich ein überaus anstrengendes Doppelleben. Der Grund? Der Wecker! Über viele Jahre hat mich dieser Sohn einer räudigen Eieruhr allmorgendlich aus meinen süßen Träumen gerissen. Nun könnte man sagen: Natürlich. Das ist ja sein Job. Ein Wecker soll wecken. Na sicher soll er das. Doch ich schwöre, dass diese teuflische Schlafentfernungsapparatur Spaß dabei hat, mich zu quälen. An jedem Morgen klingt sein heimtückisches „Äääk, Äääk Äääk“ ein Stück schadenfroher als am Tag zuvor.

Paranoid? Ich? Wer hat das gesagt? Mein Wecker versucht mich umzubringen und zwar nicht kurz und schmerzlos, sondern jeden Tag ein ganz kleines bisschen. Ich kann spüren wie sehr er es genießt, dass meine Angst vor ihm täglich wächst.

Doch unlängst habe ich beschlossen, mich von dieser Opferrolle loszusagen und der Herrschaft des Schreckens Paroli zu bieten. Heimlich, ohne das mein Erzfeind davon Kenntnis erlangt, habe ich auf einem Bauernhof einen Hahn namens Prinz Eduard erstanden.

Damit ich vor dem Wecker wach werde, habe ich den Gockel auf eine Stunde früher gestellt. Wenn dann dieses pedantische Zeitmessgerät von einem Wecker an der Reihe war, mich aus Morpheus‘ Armen zu reißen, bin ich schon längst angezogen und mit vier bis fünf doppelten Espressi betankt. Er tut dann zwar so, als wäre nichts, aber ich merke, wie sehr ihn das irritiert.

Sicher, der Preis hierfür ist nicht gerade gering. Die Halluzinationen und Schweißausbrüche durch das viele Koffein, der Misthaufen in meiner Wohnung, ohne den Prinz Eduard sonst nicht einschlafen kann, das nächtliche Wache stehen, welches den Prinzen beruhigen soll, damit er keine Albträume vom Fuchs bekommt, die Erkenntnis, dass ein Hahn je nach Temperament drei bis sieben Hennen benötigt, die mittlerweile auf der Kleiderstange meines leergeräumten Schlafzimmerschranks nächtigen … Aber zu sehen wie dieses Würstchen von Wecker morgens blöd aus der Wäsche schaut entschädigt mich für so manches. Und schließlich habe ich diesen Krieg nicht begonnen.

Bevor die Sache eskaliert, werde ich Phase II starten, um mich meines Feindes elegant zu entledigen. Hierfür benötige ich lediglich eine noch leerstehend zu machende Nachbarwohnung die meiner eigenen bis auf das Mobiliar gleicht, sowie einen Doppelgänger meiner Person.

Das Bundesamt für Jubel, Trubel, Heiterkeit warnt vor Trickbetrübern!

Gerade jetzt in der heiteren Zeit treiben finstere Spießgesellen ihr Unwesen und versuchen mit zwielichtigen Tricks den wertvollsten Besitz eines Menschen zu stehlen: Die gute Laune.

Trickbetrüber sind Angehörige von kontrahumoristischen Vereinigungen, die Ausgelassenheit und Frohsinn nicht ertragen können und sich der kriminellen Verbreitung von schlechter Stimmung verschrieben haben.

Die Maschen der Trickbetrüger sind gewieft und nicht leicht zu durchschauen. Häufig erzählen sie ihren ahnungslosen, aber gut gelaunten Opfern deprimierende Geschichten von kleinen traurigen Waschbärkindern die nicht lesen und schreiben können, zuhause auf der Erde schlafen müssen und noch nie in ihrem Leben Schuhe trugen. Oftmals stimmt das gar nicht!

Haben die Betrüber ihr Opfer erst einmal in eine negative Stimmung gebracht, raten sie diesem nicht selten zur Installation von völlig überteuerten, aber minderwertigen Witzableitern in ihrem Zuhause. Gerade Senioren fallen häufig darauf herein und fristen fortan ihr Leben als dauergrantelnde und mißlaunige Muffelköpfe.

Bei einer anderen Masche geben sich die Trickbetrüber als Spaßvögel aus, die immer einen Scherz auf den Lippen haben. Über ihre, als Späßchen getarnten Belanglosigkeiten lachen sie selbst illegalerweise am lautesten, was dazu führt, dass ihre zuhörenden Opfer das ganz und gar nicht komisch finden können. Die Polizei nennt dies die Einen-hab-ich-noch-Methode.

Auch im Internet ist Vorsicht geboten. In jüngster Zeit geraten vermehrt Viren in Umlauf die, wenn sie erst einmal auf die Festplatte des Opfers gelangt sind, alle lustigen Katzenvideos vom Computer löschen.

Richtigstellung zu „Die Gurke aus dem Hinterhalt“ vom 13.11.2013

Die Anwälte der Ranunkel Gewürzgurken AG, ihres Zeichens regelrechte Realitätsfanatiker haben uns nahegelegt, folgende Richtigstellung zu veröffentlichen.

Die Ranunkel Gewürzgurken AG hat zu keiner Zeit ein geheimes Geschäftsfeld betrieben, welches sich mit der Herstellung von lila Designer-Panzern für die Kriegsführung in Karnevalsgebieten beschäftigt.

Weiter entschuldigen wir uns Herrn Dr. Wilfried Stuckmeiser, seines Zeichens Vorstand der Ranunkel Gewürzgurken AG wegen seines chronischen Fiebers, gekoppelt mit einer vorübergehenden Inkontinenz  als „Durchlauferhitzer“ bezeichnet zu haben.

Auch hat er zu keiner Zeit den Bürgermeister veranlasst, einen besonders frechen Busfahrer zu entlassen, weil er der Einzige war, der nicht applaudierte, als Dr. Stuckmeiser den Bus betreten hatte um sich mit seinem Volk fotografieren zu lassen.

Die Behauptung, er hätte seine Arbeit als Ausbeuter niedergelegt, um fortan verrückte Rüben auf einer Farm zu züchten, ist ebenfalls falsch.

Die Passage: „Er ist so geizig, dass es beim ihm nur noch sprechendes Pferd zu essen gibt, da er nicht länger ein Sklave der Einhornfleischindustrie sein möchte. Sprechendes Pferd ist wesentlich billiger, schmeckt aber genauso gut…“ ist stark aus dem Kontext gerissen und lediglich eine böswillige Interpretation unseres stark angetrunkenen Chefredakteurs.

Die FrischGepresst Redaktion entschuldigt sich in aller Form bei Dr. Wilfried Stuckmeiser, sowie der Ranunkel Gewürzgurken AG für dieses Missverständnis.

Bei unserer Leserschaft entschuldigen wir uns dafür, dass wir gezwungen waren, den Original-Artikel zu entfernen.